Was haben Meditation und Tee gemeinsam? Interview mit Roland Gehweiler

Roland GehweilerIm heutigen Interview spreche ich mit Roland Gehweiler. Roland ist ausgebildeter NLP-Practitioner mit jahrelanger Yoga und Meditationserfahrung, die er in Achtsamkeit- und Meditationskursen im Yogacenter sowie in der Yogalehrerausbildung weitergibt.

Roland, in der YogalehrerInnenausbildung ist dein Bereich die Meditation und die wissenschaftlichen Erkenntnissen dazu. Was genau fasziniert dich an der Meditation und seit wann praktizierst du selbst?

Ja, das ist alles sehr spannend. Die Erkenntnisse aus den aktuellen Forschungen der letzten Jahre zeigen nicht nur, dass Meditation wirkt, sondern auch wie. Wir können uns nachhaltig verändern und dass das funktioniert zeigen die Erkenntnisse aus der Gehirnforschung, zum Beispiel die Neuroplastizität des Gehirns, Spiegelneuronen und auch das Wissen aus der Genforschung, die Erkenntnisse in der Epigenetik und vieles mehr. Wir können heute Wissen und die Techniken der Veränderung lernen, anwenden und weitergeben. Ich praktiziere Meditation schon viele Jahre und habe das früher überwiegend in meine Hatha-Yoga Praxis integriert. Wichtig ist mir ein bewusstes, langsames Praktizieren und achtsames Wahrnehmen und visualisieren der inneren Prozesse während des Übens. Es ist erstaunlich, welche positiven Veränderungen sich schon nach kurzer Zeit einstellen und das alltägliche Erleben verändern.

Welches ist deine Lieblingsmeditation?

Sitzen in reiner Präsenz, in absoluter Gegenwärtigkeit. Eine Form der Achtsamkeitsmeditation, bei der man zu Beginn durch alle sensorischen Wahrnehmungsebenen geht, um dann die Verbundenheit mit allem Seienden im Moment zu leben.

Wie hat sich dein Leben durch deine Praxis verändert?

Die täglich Praxis schenkt mir Ruhe und Gelassenheit, eine Art feinfühlige Wachheit und Klarheit im Umgang mit mir selbst und anderen.

Roland, dein langjähriges Interesse und Wissen für die Philosophie gibst du auch in Beratungen und in Coachings an andere Menschen weiter. Wie bemerkst du, wie sich die Menschen heute, im Gegensatz zu früher, dafür interessieren und gezielt nach Unterstützung suchen?

Es ist ein großes Sehnen nach Ruhe und Gelassenheit, nach Anerkennung und Wertschätzung vorhanden. Ein sinnvolles Leben zu leben wird für immer mehr Menschen bedeutungsvoll. Wir tragen alle eine Sehnucht in uns und man hinterfragt sein eigenes Leben, wenn es keine Liebe oder Anerkennung mehr im Äußeren gibt. Wir leben alle viel zu schnell und gehen dabei an uns selbst vorbei, ohne zu staunen. Achtsamkeitübungen und Meditation können uns wieder zu uns selbst zurück bringen und unsere Zersplitterung heilen.

Von dir weiß ich, dass du sehr gerne und viel liest. Welches Buch würde dir ausreichen, wenn du auf einer einsamen Inseln stranden würdest?

Da fällt mir sofort das Buch von Paramahansa Yogananda ein:
Der Wein des Mystikers: Die Rubayat des Omar Chajjam.
Das Buch, die spirituelle Lehre der Rubaijat, ist ein Wunderbuch, zeitlose Wahrheit, immer wieder lesenswert und sehr tief berührend und inspirierend.

Neben deinen Coachings betreibst du in Überlingen ein wunderbares Teegeschäft. Welche Verbindung von qualitativem Tee, dem Genuss und der Yogaphilosophie siehst du?

Tee ist mehr als ein Getränk, es verbindet Lebensart und Genuss. Die Geschichte des Tee ist stark beeinflusst vom Taoismus und vom Zen Buddhismus. Es liegt Weisheit und Schönheit in der Teekultur. Tee bietet immer die Möglichkeit über spirituelle Themen zu sprechen und er verbindet alle Gesellschaftsschichten im Genuss. Nicht ohne Grund spricht man davon, dass ein Mensch Tee in sich hat, wenn er sich selbst und andere in ihrer Einzigartigkeit wertschätzen kann. Es ist ein Weg, Cha-Do, der Teeweg und bringt den Menschen wieder zu sich selbst in die Einheit, genauso wie der Yogaweg. Das zubereiten von Tee kann man sehr gut zu einer Mini-Meditation im Alltäglichen verwandeln und daraus wieder Ruhe, Kraft und Gelassenheit schöpfen.

Was ist dein Schlüssel zur Zufriedenheit?

Bleibe gelassen, bewahre immer ein heiteres Gemüt und lerne loszulassen. Werde dir immer wieder darüber bewusst, dass für alles gesorgt ist. Man fällt immer in Gottes Hand. Lerne zu vertrauen und lebe dein Leben in reiner Gegenwärtigkeit, mit Wertschätzung für dich selbst und Andere.

Lieber Roland, vielen Dank für das Interview mit dir und deine inspirierenden Worte.

 

Mehr über Roland gibt´s unter www.rolandgehweiler.de und wer Lust auf einen qualitativ hochwertigen Tee hat, der bekommt ihn unter www.teeblaetter-shop.de.

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