Die „Etikette“ im Yoga Teil II

Sarah_Yoga_09

So, es ist so weit: die erste Yogastunde steht vor der Tür. Du weißt durch Teil I, was du alles für Yoga brauchst (oder nicht brauchst) und nun sind noch ein paar Fragen offen, wie die Stunde wohl aussehen wird oder auf was du achten solltest. Hier sind die wichtigsten Hinweise, die du beachten solltest, damit du, deine Mityogakollegen und der/die YogalehrerIn eine schöne und erholsame Stunde genießen können – die Etikette des Yoga 🙂

1. Die Anfangsentspannung

In vielen Yogastudios beginnt die Stunde mit einer Anfangsentspannung. Dabei gehen die Teilnehmer ruhig und bedacht in den Yogaraum, legen leise ihre Matte, ihr Kissen usw. an ihren Platz und legen sich leise in die Rückenlage. Nimm dabei Rücksicht auf andere und komme somit auch selbst erst einmal runter und entspanne dich. Wichtig: komme deshalb etwas früher zu deinem Kurs, sonst musst du vor lauter Stress erst einmal runter kommen. Ein paar Minuten früher gibt dir die Möglichkeit ein paar entspannte Atemzüge zu genießen.
Kommst du doch ein paar Minuten zu spät, dann warte leise vor der Tür, bis die Anfangsentspannung vorbei ist, danach kannst du mit deiner Matte in den Raum. Es gibt fast nichts störenderes, als mitten in der Entspannung rausgerissen zu werden.

2. Düfte

Verzichte auf Parfums, intensiv duftende Deos oder andere Körpercremes. Es könnte deine Mattennachbarn stören. Es gibt auch immer Menschen, die sich bei solchen Gerüchen nicht wohl fühlen. Aus Rücksicht sollten dir deine Yogakollegen ebenso wichtig sein, denn auch sie verdienen eine entspannte Stunde.

3. Freundliches Miteinander

Im Yoga lernen wir freundlich zu uns und zu unserer Umwelt zu sein. Deshalb ist es schöner, wenn du offen und freundlich zu deinen Yogakollegen bist. Schließlich funktioniert Yoga nicht, wenn man zu seiner Außenwelt negativ ist – denn das wollen wir mit Yoga ja kultivieren!

4. Wo die Matte positioniert werden sollte

Positioniere dich erst einmal dort, wo du dich wohl fühlst und wo du den/die YogalehrerIn gut sehen kannst. In vielen Studios wird es so gepflegt, dass Anfänger in die hinteren Reihen positioniert werden, damit man sich an den vorderen Schülern, die Übungen und Reihenfolgen kennen orientieren kann.

5. Utensilien im Yogaraum

Ein Yogaraum sollte nicht mit deinen persönlichen Dingen voll gestellt werden. Einmal aus Platzgründen und zum anderen um sich während deiner Praxis nur um dich zu kümmern und nicht in die Versuchung zu kommen, mal kurz in der Tasche nach etwas zu wühlen. Je leerer der Raum, desto klarer und weiter fühlt sich die Atmosphäre an. Was dir besonders auch hilft: lass deine Armbanduhr in der Tasche. Der/Die YogalehrerIn hat die Uhr schon im Auge, du kannst dich in dieser Zeit zurück lehnen und dich voll und ganz auf die Stunde und dich konzentrieren. Was selbstverständlich sein sollte: Handy aus/nicht im Raum!

6. Stille im Raum

In einem Yogaraum wird oft weniger gesprochen, als in der Kirche – den Lehrer außen vor gelassen. Die Stille hilft uns, dass wir uns nur auf den Körper, den Atem und uns selbst kümmern und hören können. Mit ständigen Ablenkungen funktioniert ein achtsames Üben nicht. Respektiere auch hier, dass die anderen diese Stille wollen und auch verdienen. Nach der Stunde kann man sich immer noch austauschen.

7. Die Matten der anderen

Im Yoga ist es ein Tabu, auf die Matte eines anderen zu treten. Die eigene Yogamatte ist ein Ort der Inspiration, der Ruhe, der Kraft. Dieser Raum sollte respektiert und „geschützt“ werden. So kleine Rituale sind für die Praxis wichtig. Wir üben schließlich nicht nur während dem Yoga, sondern wollen für unser ganzes Leben lernen.

8. Endentspannung

Die Endentspannung ist ein sehr wertvoller und von den Teilnehmern geliebter Teil. Vermeide es, während dieser Zeit den Raum zu verlassen, sondern bleib bis zum Schluss. Dies zerstört die gesamte entspannte Atmosphäre und lenkt deine Yogakollegen ab – du wolltest diese kostbare Zeit auch ungestört genießen.

Viele dieser Punkte sollten eigentlich selbstverständlich sein. Ist man aber im Stress, kann man doch das ein oder andere vergessen. Geh achtsam und bedacht in die Yogastunde und in das Yogastudio. Nur so kannst du ganz in die schöne Atmosphäre eintauchen und mit treiben lassen. Genieß es !

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