Und warum willst du YogalehrerIn werden?

 

Am ersten Tag unserer Ausbildung wurde uns allen die klassische Frage gestellt: „Warum möchtest du YogalehrerIn werden?“Da kamen dann gar nicht mal so viele unterschiedliche Gründe raus! Die „Hauptpunkte“ waren 

  • Ich möchte die Yogaphilosophie tiefer verstehen / Yoga intensiver lernen
  • Ich suche in meinem Leben nach mehr
  • Ich möchte anschließend als YogalehrerIn arbeiten und anderen Menschen damit helfen

    Auch haben nicht alle von uns seit vielen Jahren Yogaerfahrung – ich reihe mich da auch in die Gruppe ein. Manche praktizierten nur für sich, manche sind schon seit vielen Jahren im Yogaunterricht oder haben auch schon die „Yogahochburg Deutschlands“ das Yoga Vidya Zentrum in Bad Meinberg besucht. Und doch brennt in jedem der Wunsch YogalehrerIn zu werden – und wenn es „nur“ für sich selbst ist. Ich habe das Wort „nur“ mit Absicht in Anführungszeichen gesetzt. Denn wir vergessen, dass in Indien die Yogaausbildung klassischerweise viele, viele Jahre dauert. Wir Westler denken trotzdem, dass das auch in 4 Wochen, oder wie bei mir in 2 Jahren, zu erlernen wäre und es das selbe sein kann.

    Interessant ist nun die Entwicklung der YogaschülerInnen in dem letzten Jahr: dass 2 Jahre nicht nur Höhen, sondern auch Tiefen oder manchmal auch Schleifen hat, kennen wir alle. Ich hab mir z. B. vorgestellt, dass die Ausbildung kontinuierlich bergauf geht. Naja.. könnte doch sein! Wenn wir nach den Ferienzeiten eine kleine Feedback-Runde machten, wurde aus klein auch schonmal groß. Da berichteten die ein oder anderen, dass sie in einem Loch steckten, die Motivation zum Üben fehle, man mit den Büchern nicht voran komme und und und. Andere berichteten genau das Gegenteil… Ein paar Monate später hatte sich das Blatt bei einigen aber auch schon gewendet. Wer davor ein Tief hatte oder körperlich nicht weiter kam, der erlebte seine persönliche Hochleistung oder hat gelernt die „Sache“ entspannter anzugehen und sich Zeit zu gönnen. 

    Eine weitere Frage, die uns zu Beginn gestellt wurde war (die haben sich diejenigen, die die Ausbildung allein für sich begonnen haben, eh schon selbst gestellt) ob wir uns vorstellen konnten, Yoga zu unterrichten. Da waren ein paar von uns dabei, die es sich nicht so recht vorstellen konnten, da sie die Ausbildung schließlich für sich machten. Auch hier hat sich nach einem Jahr schon bei machen etwas verändert. Der Gedanke seine eigenen YogaschülerInnen zu unterrichten ist bei machen schon etwas näher gerückt…

    Ich freue mich auf das nächste Jahr und die Veränderungen der anderen und meiner zu sehen und zu erleben! 

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